Jagdpolitik

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Ganz aktuell!!

Am 17. Januar 2012 fand in Kreuth eine Demonstration von Jägern und nichtjagenden Bürgern gegen die Jagdmethoden im Staatsforst statt. Ferner ging es um aufgelassene Fütterungen, die weit überhöhten Abschusspläne und Abschüsse im Wintergatter und Vorgatter.

Die Tegernseer Stimme  brachte schon am nächsten Tag einen Bericht, der ein enormes Echo ausgelöst hat. Interessant und lesenswert sind die Meinungen aus der Bevölkerung. Sie können den Bericht über den markierten Link erreichen.

Hier das Interview mit Prof. Dr. Ernst Fink

Sie können das Interview nach dem Anklicken des Links auf Ihren PC herunterladen und mit dem Windows-Mediaplayer abspielen oder Sie klicken hier und kommen zu YouTube. Dann sehen Sie das Interview sofort.


Erst im März 2010 wurde der Abschlussbericht der Projektgruppe Waldumbau – Klimawandel durch die Zeitschrift WILD und HUND öffentlich, allgemein bekannt unter der Bezeichnung "Flächenbrandpapier". Dieser Bericht entstand im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten - Referat F2 - Privat- und Körperschaftswald - vorgelegt am 23. Oktober 2008 von Stefan Theßenvitz. Der Inhalt ist brisant und hat das Ziel die traditionelle Jagd letztendlich abzuschaffen. Besonders infam ist, dass gleichzeitig im Auftrag des Ministers die Arbeitsgruppe von Prof. Paul Müller und Knoke Vorschläge zur Verbesserung des Vegetationsgutachtens entwickelte. Da wusste offensichtlich der Minister - damals Miller - nicht, was seine Ministerialbeamten beauftragt hatten, so jedenfalls die offizielle Lesart des Ministeriums.


Eilfertigs verfasste daraufhin Minister Helmut Brunner ein Schreiben an die Kreisgruppen des Bayerischen Landesjagdverbandes und versicherte, dass er das "Arbeitspapier" für gegenstandslos erklärt habe und davon keinerlei jagdpolitische Bedeutung ausgehe. Die Realität ist leider eine andere, da offensichtlich versäumt wurde dieses Schreiben auch an die entsprechenden Behörden zu schicken. Besonders betont Brunner den unumstößlichen Grundsatz Wald vor Wild.


Nur wenig später wird "Der Wald-Wild-Konflikt" veröffentlicht als "Analyse und Lösungsansätze vor dem Hintergrund rechtlicher, ökologischer und ökonomischer Zusammenhänge".  Die Autoren waren Christian Ammer, Torsten Vor, Thomas Knoke und Stefan Wagner. Genau dieser Thomas Knoke war auch Mitglied und Koautor in der Arbeitsgruppe von Prof. Paul Müller und vertrat dort völlig gegensätzliche Standpunkt als im Wald-Wild-Konflikt.


Das Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) veröffentlichten kurz darauf eine gemeinsame Presseerklärung, in der "Der Wald-Wild-Konflikt" resümiert wird. Hier wird wiederum behauptet, dass überhöhte Schalenwildbestände das eigentliche Problem seien ohne dass dies bewiesen wird. Als Generalabsolution für den massiven Abschuss von Schalenwild wird der Grundsatz Wald vor Wild betrachtet.

 

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