Jugendseite

SchlüsselblumeHallo und Servus junger Naturfreund. Echt stark, daß Du auf dieser Seite gelandet bist. Mit dem PC kennst Du Dich jedenfalls prima aus, sonst hätte es bis hierher nicht geklappt. Und wie sieht es mit Deinen Kenntnissen über Biologie, Natur-, Tier- und Pflanzenkunde aus? Keine Angst, Du sollst hier nicht ausgefragt werden wie in der Schule. Wir wollen Dir nur in loser Folge ein bißchen erzählen über die Dinge, die sich draußen in Feld, Wald und Flur abspielen. Vielleicht findest Du gefallen daran und wenn ja, dann kannst Du uns gerne eine e-Mail zukommen lassen über Themenbereiche, die Dich besonders interessieren. Wir greifen Deine Anregungen gerne auf.

 

 

HundsveilchenBuschwindröschenJetzt im Frühling ist die Natur aus der winterlichen Ruhephase erwacht. Die ersten Blumen sind erblüht. Man kann den Huflattich finden auf magerem Boden. Vor dem Blattaustrieb kommt genug Sonnenlicht in die Laubwälder, so daß das Buschwindröschen noch rasch seine weißen Blüten zeigen kann. Auf sonnigen Wiesen, die nicht mit Kunstdünger versorgt wurden, findet die Schlüsselblume noch Lebensraum. Schau Dir mal das feine Kunstwerk der einzelnen Blüten genauer an und entscheide selbst, ob es nicht besser ist die wenigen Blumen dort zu belassen, wo sie wachsen. So können sich auch andere Menschen an ihnen erfreuen und im nächsten Jahr blühen sie wieder.

BienenfresserIst Dir schon aufgefallen, wieviele Zugvögel bereits zurück gekehrt sind aus ihrem Winterquartier? Schon im Februar waren die ersten Stare zur Stelle, wenig später Bachstelzen und Feldlerchen. Der kleine Weidenlaubsänger, auch Zilpzalp genannt, schmettert schon wieder sein Lied wie auch der Buchfink und das Rotkehlchen. Ein tolles Konzert beginnt schon vor Sonnenaufgang. Und stell Dir vor, jemand hat Dir beigebracht die einzelnen Vogelstimmen zu unterscheiden, dann wirst Du immer wissen, welcher Sänger Dich begleitet ohne ihn sehen zu müssen. Wenn dann die Sonne aufgeht, ist es urplötzlich still mit dem Gesang. Man sagt, die Vögel halten Andacht. Nach kurzer Pause beginnt der vielstimmige Chor wieder aufs neue. In Wahrheit stillt das Vogelvolk in dieser kurzen Unterbrechung bei genügend Tageslicht den ersten Hunger.

RotkehlchenWo sind eigentlich die Zugvögel zu Hause, bei uns oder anderswo? Wenn Du bedenkst, daß viele von ihnen weniger als ein halbes Jahr uns besuchen, einige sogar nur wenige Wochen wie z.B. der Bienenfresser ( Neusiedler See ) und der Mauersegler, dann ist ihre eigentliche Heimat sicher nicht bei uns. Sie kommen zu uns, weil es hier im Sommer viel länger hell ist als in Afrika. So haben sie also länger Zeit für die tägliche Nahrungssuche zur Aufzucht ihrer Jungen.

Schon im Februar bringen die Dachse ihren Nachwuchs zur Welt, blind, nackt und taub. Der Dachs gehört zur Familie der Marder, ist ein Allesfresser und gräbt recht ausgedehnte Erdbaue. Er wird deshalb auch Erdmarder genannt. Kennst Du noch andere heimische Säugetiere, die in Erdhöhlen wohnen? Richtig: Der Fuchs und das Kaninchen. Auch ihre Jungen sind in den ersten Wochen blind und taub. Ganz anders ist es da bei den Hasen. Die kleinen Häschen müssen schon in den ersten Lebensminuten all ihre Sinne einsetzen können um Feinde zu erkennen, denn sie haben keinen Schutz durch Höhlen. Ganz allgemein kannst Du Dir merken: Tiere, die keinen Schutz durch Baue oder Höhlen haben, müssen gleich nach der Geburt sehen, hören und laufen können um sich ihren Feinden zu entziehen .

Im April setzen die ersten Rehgeißen ihre Kitze, meist eins bis zwei, aber auch Drillinge kommen vor. Bevorzugt werden sie in Wiesen abgelegt und warten dort geduldig bis die Geiß zum Säugen kommt. In der ersten Zeit ist auch der Fluchtreflex der Kitze unterdrückt. Bei Gefahr drücken sie sich auf den Boden und vertrauen auf ihre Tarntupfen. Oft funktioniert dieses Verhalten ganz gut. In der technisierten Landwirtschaft aber wird dieses Verhalten oft zum Verhängnis. Nicht wenige Kitze werden schon bald vermäht. Solltest Du einmal ein "verwaistes" Rehkitz in einer Wiese finden, das nicht flüchtet, dann laß es unberührt liegen. Es ist nicht alleine, es wartet nur auf seine Mutter, die wahrscheinlich ganz in der Nähe ist und alles sieht.

Für heute soll's genug sein. Nur eine Bitte hätte ich noch an Dich. Im Frühjahr ist die ganze Natur eine einzige Kinder- und Aufzuchtstube. Versuche bitte die Tiere möglichst wenig zu beunruhigen und meide Gebiete, in denen das Wild Ruhe braucht.

 

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