Lernort Natur

Jagdhornbläser mit Ferienkindern

 

Technik, Schnelllebigkeit und Zeitmangel bestimmen zunehmend unseren Alltag. Schon unsere Kinder stehen unter Erfolgsdruck und finden immer weniger den unmittelbaren Zugang zur Natur. Wie wichtig aber ein funktionierendes Ökosystem für uns ist, erkennt man leider erst dann, wenn es Probleme gibt z. B. nach Naturkatastrophen. Wir brauchen die Natur, die Natur braucht uns allerdings nicht.

Wir Jägerinnen und Jäger haben es uns zur Aufgabe gesetzt, der Bevölkerung und insbesondere unseren Kindern den Blick für das Zusammenspiel der Naturabläufe zu schärfen, Bewußtsein für einen pfleglichen Umgang mit Flora und Fauna zu fördern. Schon vermeintlich kleine Eingriffe können weitreichende Folgen haben. Allein die Beseitigung einer Hecke oder von bachbegleitenden Büschen zerstört den Lebensraum für Insekten, Vögel und Säugetiere. Windschutz und die Uferstabilisierung gehen verloren und vieles mehr.

Wir bieten den Schulkindern und ihren Lehrerinnen und Lehrern Ausflüge in verschiedene Reviere unter sachkundiger Führung an. Sie können dort unsere heimischen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten, werden standortgerechte und seltene Pflanzen bewundern können und erkennen, daß auch wir nur ein Teil im Gesamtgefüge sind.

Wenn wir also Ihr Interesse geweckt haben, sprechen Sie uns an, schicken uns eine e-Mail oder wenden Sich an die Hegeringleiter. Klicken Sie dazu links auf die Schaltfläche " Wir über uns " und dann auf " Hegeringe ". Wir helfen Ihnen gerne weiter. Den für Sie zuständigen Hegering finden Sie ebenfalls links unter der Schaltfläche " Jagdgebiet ".

 


Ferienprogramm 2005

Zum 11. Mal in Folge konnten Freisinger Ferienkinder am 1. September 2005 im Revier Schuhbauer/Huber bei strahlendem Sonnenschein einen Tag in freier Natur erleben. Fünfzig Jugendliche zeigten reges Interesse an der Tier- und Pflanzenwelt. Die zahlreichen Fragen zu Tieren, deren Lebensweise, zu Bäumen, Sträuchern und Blumen konnten von den Jägern sach- und fachkundig beantwortet werden.

Der Besuch eines Fuchsbaus zeigte sehr deutlich, wie perfekt sich Tiere an die Gegebenheiten der Natur anpassen können. Den Kindern wurde ausführlich die Lebensweise und Aufgabe des Fuchses in unserer Umwelt vermittelt.

Besonders beeindruckt waren unsere Ferienkinder von der Falknervorführung durch Wolfgang Schreyer mit seinen Beizvögeln. Zum Einsatz kamen ein Steppenadler, ein Adlerbussard, ein Uhu und ein Lannerfalke. Es war viel zu erfahren über die Lebensweise dieser Greifvögel. Immer wieder erstaunlich ist die Schnelligkeit und Wendigkeit im Flug. Und noch verblüffender ist die Treue solch freiheitsliebender Tiere zu ihrem Falkner. Mit Leichtigkeit könnten sie auf und davon fliegen, kommen aber doch immer wieder gern und freiwillig auf die handschuhbewehrte Faust ihres Herrn zurück.

Wolfgang Schreyer mit Beizvogel

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Jagdhundevorführung. So konnten die Kinder sehen, daß Jagdhunde durchaus von sanftem Wesen sind, bedenkenlos nach Rücksprache mit dem Jäger gestreichelt werden können und gleichzeitig absolute Spezialisten sind bei der Wild- und Nachsuche. Sie sind fähig die Spur verletzten Wildes auch nach mehr als 48 Stunden aufzunehmen und zielgerichtet zu verfolgen. Gut abgerichtete Jagdhunde folgen aufs Wort und man kann sehr deutlich ihre Arbeitsfreude erkennen.

Sigi Holzmair mit Kleinem Münsterländer

 

Entscheidend ist das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier, ob Beizvogel oder Jagdhund. Nur dann wird die Verständigung funktionieren.

Abgerundet wurde der erlebnisreiche Tag für alle Beteiligten durch eine zünftige Brotzeit. Für das rege Interesse bedanken sich die Freisinger Jäger sehr herzlich. Es konnte wieder gezeigt werden, daß unsere Jugend zur Natur ein einfühlsames Verhältnis entwickeln kann und dies wollen wir nach Kräften fördern.

 

Schulkinder mit Adler

© HvS