Bläser

Bläsergruppe des Jagdschutz- und Jägervereins Freising

Bläsergruppe

Mitte der 50er Jahre erwachte in vielen Gebieten Bayerns die Lust am Jagdhornblasen, nachdem der Gebrauch des sogenannten „Fürst-Pless-Horns“ bis dahin mehr in Norddeutschland verbreitet war. Unser Ehrenmitglied Hans Sperrer erlernte zusammen mit Toni Niedermayer während ihrer Augsburger Ausbildungszeit 1953/54 bei Graf Bülow, der auch in Freising Jägerkurse abhielt, das Blasen des Pless-Hornes. 1955 wird im Freisinger Tagblatt berichtet, dass anlässlich der Beerdigung von Ökonomierat Braun in Freising die Jagdhornbläser am Grab das „letzte Halali“ geblasen haben. Dieser Zeitungsbericht vor 50 Jahren ist der erste dokumentierte Nachweis einer Bläseraktivität innerhalb des Jagdschutz- und Jägervereins. Im Dezember 1961 führte dann der Vereinsvorsitzende Michael Traegler 20 Bläser zusammen und organisierte eine Bläsergruppe, die jeden zweiten Donnerstag probte. Die musikalische Leitung übernahm Hauptlehrer Adolf Pecher aus Wippenhausen. Von da ab bis Anfang der 90er Jahre war das Gasthaus Abstreiter in Wippenhausen das Übungslokal, wo neben dem Üben auch sehr viel Geselligkeit gepflegt wurde.

Am 3. November 1970 wurde das erste Mal im Hohen Dom zu Freising eine Hubertusmesse von den Bläsern musikalisch gestaltet. Seither feierte der Jagdschutz- und Jägerverein Freising in ununterbrochener Reihenfolge 34 Hubertusmessen. Nach dem Wegzug von Adolf Pecher übernahm bis zu seinem Tod 1975 Michael Klarwein die musikalische Leitung. Die organisatorische Leitung lag bis 1986 bei Franz Huber, danach bis 1997 bei Franz Scheltner.

1976 nahm die Bläsergruppe das erste Mal an einem Landesbläserwettbewerb teil, und zwar in München, und errang auf Anhieb die Goldene Hornfesselspange. Mit der Übernahme der musikalischen Leitung durch Willibald Lugsch 1978 stieg das bläserische Niveau stetig an, so dass beim Landesbläserwettbewerb 1988 in Memmingen sogar der erste Platz und damit die Bayerische Meisterschaft erblasen werden konnte. 1989, nach der erfolgreichen Teilnahme am Bundeswettbewerb in Kranichstein, beendete Willibald Lugsch seine Tätigkeit. Als musikalische Leiter folgten Michael Weber (1989 bis 2000), Prof. Dr. Georg Sonntag (2001 bis 2003) und ab 2003 Anita Weimann.

Die aktive Gruppe umfasst derzeit 15 Mitglieder. Wir blasen gemischt in B mit Fürst-Pless- und Parforce-Hörnern. Wir haben seit 1976 an allen 15 bayerischen Landeswettbewerben die goldene Hornfesselspange erworben. Beim letzten Wettbewerb am 9. Mai 2004 in Landshut erreichten wir einen guten 11. Platz. 1996 erhielt die Bläsergruppe den Anerkennungspreis des Kulturpreises des Landkreises Freising.

Die Verpflichtungen innerhalb des Vereins sind sehr vielseitig, aber es bleibt noch genügend Zeit, sich bei anderen Vereinen und Anlässen zu engagieren, oft weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Wir proben mit Ausnahme einer größeren Sommerpause jeden Donnerstag Abend im Gasthaus Oberwirt (Schuhbauer) in 85414 Kirchdorf Sternstr. 20 im Ampertal (Tel: 08166-7366). Wir freuen uns über jeden Gönner und Interessenten, am meisten über die, die mit uns mitblasen möchten. Ungeübte können bei uns das Blasen erlernen. Für ganz krasse Anfänger stellen wir sogar Hörner zur Verfügung. Interessenten können sich melden bei:

Bläserleiter: Dr. Heinz Steinberger - Berfeld 29 - 85301 Schweitenkirchen - Tel.: 08444/1010  heinz.steinberger@unicreditgroup.de

Stellv. Bläserleiter: Josef Max Wöhrl - Freisinger Str. 7 - 85406 Zolling - Tel: 08167-950474  josef.woehrl@t-online.de

Schriftführerin: Heidi Jacobi Tel.: 08161/149210

Musikalische Bläserleiterin: Anita Weimann - Mühlweg 7 - 85376 Massenhausen - Tel.: 08165-997030 oder 089-99023454  
a_weimann@gmx.de

Wenn Sie Lust haben, mit uns jagdliche Tradition und Geselligkeit zu pflegen, sind Sie herzlich willkommen!

Waidmannsheil

Dr. Eckhard Zeltner

 


 

Bläserleiter Holledau: Hans Huber jun. - Reichersdorf 9a - 85408 Gammelsdorf - Tel: 087669-1303 oder 08709-920074  
hans-huber11@freenet.de

 


 

Riesenerfolg für Freisinger Jagdhornbläser

5. Rang beim 24. Bayerischen Landeswettbewerb im Jagdhornblasen 2006

Bläser 2006

Alle zwei Jahre treffen sich Bayerns Jagdhornbläser, um ihren Landesbläserwettbewerb auszutragen. Dieses Mal fand das hochkarätige jagdkulturelle Ereignis in Bad Kötzting in der Oberpfalz statt. Über 800 Jagdhornbläser aus knapp 60 Bläsergruppen wetteiferten in verschiedenen Leistungsklassen um die Titel.

In der mit 37 Gruppen stärksten Leistungsklasse G 1 (Fürst Pless- und Parforcehörner in B) belegte die Bläsergruppe des Jagdschutz- und Jägervereins Freising den hervorragenden 5. Platz. Unter der jungen und ehrgeizigen Leiterin Anita Weimann konnten sie 907 von 975 erreichbaren Punkten erzielen, ein Traumergebnis für die traditionsreiche Bläsergruppe.

Neben den für alle Gruppen gleichermaßen vorgeschriebenen vier Jagdsignalen, die nach Gesamteindruck, notengerechtem Vortrag, Klangkultur und Tonreinheit bewertet wurden, konnten die Freisinger vor allem mit ihrem Wahlstück "Niederösterreichischer Jubiläumsmarsch" begeistern.

Dessen Komponist Johann Haydn, der selbst als Wertungsrichter tätig war, vergab für ihren Vortrag die Höchstpunktzahl. Ein weiteres Mal haben die Bläser des Jagdschutz- und Jägervereins Freising den Namen der Domstadt auf sympathische Art in Bayern und darüber hinaus bekannt gemacht.

Dr. Eckhard Zeltner

 


 

Hervorragendes Ergebnis für Freisinger Jagdhornbläser

6. Rang beim 25. Bayerischen Landeswettbewerb im Jagdhornblasen 2008

Bläser 2008

Die Bläsergruppe des Jagdschutz- und Jägervereins Freising Stadt und Land erreichte beim Bayerischen Landeswettbewerb im Jagdhornblasen in Kronach zum siebzehnten Mal in Folge die Goldene Hornfesselspange. Nach einer hervorragenden Leistung erzielte sie mit 732 von 780 möglichen Punkten den 6. Platz unter 37 teilnehmenden Gruppen, nur einen Punkt vom 4. Platz getrennt. Unter der präzisen Führung der Bläserleiterin Anita Weimann ( 1. v.r.) gefielen den fünf Preisrichtern und noch mehr dem Publikum das Wahlpflichtstück „Niederösterreicher Jubiläumsmarsch“ und vor allem das Kürstück „Försterhochzeit“. Damit ist es der Bläsergruppe eindrucksvoll gelungen, junge Bläserinnen und Bläser zu integrieren und dabei auch das Leistungsniveau weiter zu steigern. Der gute Name der Freisinger Bläser in Bayern wurde in Kronach in hervorragender Weise gerechtfertigt und bestärkt.

Dr. Eckhard Zeltner

 


 

Bestes Ergebnis für Freisinger Jagdhornbläser

3. Rang beim 26. Bayerischen Landeswettbewerb im Jagdhornblasen 2010

Bläser 2010

Freisinger Jagdhornbläser überaus erfolgreich

Beim 26. Bayerischen Landeswettbewerb im Jagdhornblasen haben die Bläserinnen und Bläser des Jagdschutz- und Jägervereins Freising Stadt und Land unter der bewährten Leitung von Anita Weimann (Bildmitte) wiederum einen überaus großen Erfolg errungen. In der Wertungsgruppe G (gemischte Hörner Fürst-Pless und Parforce in B) errangen sie unter 37 teilnehmenden Gruppen den hervorragenden 3. Platz. Dies ist für die Bläsergruppe, die seit 1976 an allen 18 Wettbewerben nicht nur teilgenommen, sondern immer die Goldene Hornfesselspange errungen hat, seit 22 Jahren der größte Erfolg. 1988 nämlich wurde man sogar Bayerischer Landesmeister.

Bei dem Wettbewerb mussten neben einigen Pflichtsignalen (Das Ganze, Anblasen des Treibens, Gams tot) ein Pflichtkürstück (die Freisinger wählten den " Niederösterreichischen Jubiläumsmarsch") und ein frei wählbares Kürstück vorgetragen werden. Das Kürstück "Jägerfreundschaft" des Schweizer Komponisten Arthur Nyfeler fand bei den 5 Richtern besonderen Anklang, wurde es doch bei einem Bayerischen Wettbewerb das 1. Mal gespielt, und zwar in schwungvoller, musikalisch gut strukturierter Weise. Dies mag als Beleg dafür dienen, dass man auch mit dem Jagdhorn, das nur über sieben Naturtöne verfügt, wohlklingende, konzertante Musik machen kann, wenn man nur über geeignetes Notenmaterial und, wie bei den Freisinger Jagdhornbläsern bekannt, über das bläserische Können verfügt.

Dr. Eckhard Zeltner


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