Hundewesen

Unverzichtbar für die Jagdausübung sind brauchbare Jagdhunde. Erst durch das Zusammenspiel von Jäger und Jagdhund ist eine verantwortbare Jagd möglich. Man denke nur an das Auffinden von erlegtem Wild, an die Nachsuche verletzten Wildes und das Apportieren und Verlorensuchen in unübersichtlichem Gelände.

Nicht umsonst steht daher im Jagdgesetz, dass für jedes Revier ein brauchbarer Hund zur Verfügung stehen muss. Kaum ein Lebewesen hat sich im Lauf seiner Evolution so sehr dem Menschen angepasst wie der Hund. Es gibt wohl auch nichts Treueres als einen charaktervollen Hund.

Ob ein Hund brauchbar für die Jagd ist, hängt nicht in erster Linie von der Jagdhunderasse ab, sonder von individueller Veranlagung und sachkundiger Ausbildung des Vierbeiners. Ganz wesentlichen Einfluss auf das Leistungsniveau haben das Einfühlungsvermögen und die Zuverlässigkeit des Hundeführers.

Die Brauchbarkeit eines Jagdhunds muss mit der sog. Brauchbarkeitsprüfung nachgewiesen werden, bei der die jagdlich wichtigsten Fertigkeiten überprüft werden. Geprüft werden der Appell, das Verhalten am Stand, die Leinenführigkeit, die Schweißarbeit zusammen mit dem Verhalten am Stück, das Verlorenbringen von Hasen oder Wildkaninchen auf der Schleppe, das Verlorenbringen von Federwild und die Wasserarbeit.

Seit Jahrzehnten bietet der Jagdschutz- und Jägerverein Freising alljährliche Kurse für Jagdhunde und deren Führer/innen an, die jeweils im Mai beginnen und mit der Prüfung Ende August, Anfang September abgeschlossen werden.

 


Abrichtelehrgang zur Brauchbarkeitsprüfung 2024

Hinweis für alle Interessenten !

Bitte jetzt für den neuen Hundekurs 2024 anmelden!

Anmeldung per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Bitte dieses Formblatt ausfüllen und per Email schicken. Ausserdem einen Scan des Hundestammbaums (Ahnentafel) anhängen.

Wie alljährlich bietet unsere Kreisgruppe auch heuer wieder einen Hundekurs an mit dem Ziel der Dressur- und Brauchbarkeitsprüfung. Die bewährten Ausbilder Karl und Michael Kölbl sowie Andi Lohner werden sich alle Mühe geben, den interessierten Hundeführern und ihren vierbeinigen Jagdkameraden das nötige Handwerkszeug an die Hand zu geben für ein gedeihliches Miteinander in den kommenden Jagdjahren. Ein alter Spruch sagt: Jagd ohne Hund ist Schund! Wie richtig diese Aussage ist, weiß jeder Jäger, der schon einen gut ausgebildeten Jagdhund im praxisnahen Einsatz erleben konnte.

Es freut uns ganz besonders, dass sich jedes Jahr eine beachtliche Zahl von Gespannen zum Kurs anmelden und sich der Mühe unterziehen einen Sommer lang intensiv zu arbeiten. Die zu erlernenden Lektionen sind der übliche Grundgehorsam wie Sitz, Platz, bei Fuß, Ablegen, Hereinkommen und das Apportieren auch über Hindernis sowie die Wald-, Feld- und Wasserarbeit. Hier sind zu nennen die Haarwildschleppe im Wald, die Federwildschleppe im Feld und das Verlorenbringen aus tiefem Wasser. Dazu kommt schließlich noch die Schweißfährte.

Zur Ausbildung können nur Jagdhunde mit gültigen Papieren des Jagdgebrauchshundeverbands (JGHV) bzw FCI zugelassen werden, die nicht jünger als sieben Monate sein sollen.  Mindestens vier Wochen vor Beginn des Lehrgangs müssen alle teilnehmenden Hunde gegen Tollwut, Staupe, Leberentzündung und Leptospirose schutzgeimpft sein.

Der Kurs zur Dressur- und Brauchbarkeitsprüfung 2024 beginnt am Freitag, den 03.05.2024 um 17:00 Uhr. Der letzte Übungstag ist am 30.08.2024.

Aus Kapazitätsgründen ist die Teilnehmerzahl auf 22 Gespanne begrenzt.

Die Anmeldung soll bei Nicole Kölbl per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. vorgenommen werden. Das dafür vorgesehene Formular kann hier heruntergeladen werden.

Die Aufwandspauschale beträgt 250 € für Vereinsmitglieder, bzw. 300 € für Nichtmitglieder zuzüglich ca. 100 € für das benötigte Schleppwild (kann aufgrund aktueller Preise abweichen).

Zu den Prüfungen können aufgrund der Prüfungsordnung nur Jagdhunde mit Papieren des Jagdgebrauchshundeverbands (JGHV) bzw. FCI zugelassen werden, der Führer muss im Besitz eines gültigen Jagdscheins sein.

Der Termin für die Dressurprüfung ist voraussichtlich am 28.06.2024. Für die Brauchbarkeitsprüfung sind der 07.09. und 14.09.2024 jeweils um 08:00 Uhr geplant. Die Prüfungsgebühr beträgt 100 € plus die Kosten für das Schleppwild.

 

Es wird in diesem Jahr erstmalig auch ein Welpen- und Junghundekurs durchgeführt. Die Übungstage sind vom 08.03. bis 26.04.2024 jeden Freitag ab 16:00 Uhr. Die Aufwandspauschale beträgt 110 €. Anmeldung ist erforderlich.

Das erste Treffen ist beim ehemaligen FlaRak-Gelände südlich der Radarstellung bei Haindlfing (siehe Karte). Die frühere FlaRak-Stellung erreichen Sie, wenn Sie von Freising kommend nach Norden Richtung Haindlfing fahren.

Allen Teilnehmern wünschen wir viel Erfolg und Suchenglück.

 


 Aktuelle Tipps

Erfahrungsgemäß gibt es jedes Jahr Engpässe bei der Beschaffung von sogenannten Prüfungsfüchsen für die VGP-Prüfungen. Es ist also ratsam sich rechtzeitig mit Jagdkollegen abzusprechen. Bitten Sie ihre Mitjäger, die im Sommer möglichst mit Schrot erlegten Jungfüchse für Sie aufzuheben. Die Füchse müssen mindestens 3,5 kg Gewicht haben. In tollwutgefährdeten Bezirken ist der Schädel des Tieres auf Tollwut zu untersuchen. Dies erfolgt in der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheitswesen Südbayern, Veterinärstraße 2, 85764 Oberschleißheim, Tel.: 089/31560-1. Die Untersuchung ist kostenlos und das Ergebnis liegt normalerweise in wenigen Tagen vor. Der schriftliche, negative Tollwutbescheid wird am Prüfungstag verlangt und muss vorgelegt werden. Andernfalls kann der zur Prüfung selbst mitgebrachte Fuchs nicht verwendet werden. In tollwutfreien Bereichen kann diese Untersuchung jedoch entfallen.

Eigenes Schleppwild ist aber in jedem Fall besser als Ihnen unbekanntes, das möglicherweise schon mehrmals apportiert wurde. Besorgen Sie sich auch früh genug entsprechendes Haar- und Federwild (Kaninchen / Enten) für die anstehenden Brauchbarkeits- und HZP-Prüfungen.


Bei Drück- und Treibjagden ist nicht nur die eigene Sicherheit bedeutsam sondern auch die der Jagdhunde. Es hat sich sehr bewährt auch die Hunde mit Signalwesten auszustatten. Besonders bei dunkler Fellfärbung ist der Hund schon auf weite Entfernung deutlich im Gelände zu erkennen. Eine Verwechslung mit Wild ist nahezu ausgeschlossen und in der Nähe von Straßen werden Autofahrer durch die Alarmfarbe frühzeitig gewarnt. Ein weiterer Vorteil ist bei nasskalter Witterung oder anhaltendem Regen der Wärme- und Nässeschutz für Rücken und Nierengegend.

Es gibt Warnwesten in verschiedenen Größen den jeweiligen Rassen angepasst. Aus eigener Erfahrung sind die Westen der Firma SFA GmbH ( Sicherheit für Alle GmbH; Tel.: 05194/1484; Fax.: 05194/3128; Vor dem Borstel 20; 29646 Bispingen-Hützel ) sehr strapazierfähig und bestens geeignet. Die Reißfestigkeit konnte auch in dornigem Gestrüpp unter Beweis gestellt werden. Die Bewegungsfreiheit des Hundes wird in keiner Weise beeinträchtigt. Die Westen können nach Bedarf gewendet werden und zeigen dann die Farbe signalgelb oder signalorange. In den Dämmerungsstunden ist gelb besser sichtbar, tagsüber orange.


Glöckchen an der Halsung stöbernder Hunde bieten zusätzliche Sicherheit. Sie können bei umstelltem Trieb sehr gut akustisch die Arbeit Ihres Hundes mitverfolgen und ersparen sich manchen unnötigen Pfiff, denn Sie wissen auch ohne Sichtkontakt, wo sich Ihr Hund gerade befindet. Mitjäger erkennen frühzeitig am Glöckchenklang, dass das anwechselnde "Wild" nur ein Hund sein kann und kein Fuchs.
Wild kann die drohende Gefahr bei stumm jagenden Hunden besser einschätzen und wird eher hoch. Es erscheint beim Jäger daher vertrauter und weniger hoch flüchtig.

Zu erwerben sind Glöckchen mit oder ohne Halsung bei o. g. Firma oder im gut sortierten Fachhandel.

 

Vorstand

1.Vorsitzender
Walter Bott

Pfarrweg 31
85354 Sünzhausen

Mitglied im Bayerischen Jagdverband e.V.

Kontakt

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